10 Fähigkeiten, die 10-Jährige in den 70ern/80ern hatten – und die heute fast verschwunden sind

10 Fähigkeiten, die 10-Jährige in den 70ern/80ern hatten – und die heute fast verschwunden sind

Die kindheit hat sich in den vergangenen jahrzehnten grundlegend verändert. Während zehnjährige in den 1970er und 1980er jahren noch mit selbstverständlichen fähigkeiten aufwuchsen, die sie im alltag benötigten, sind viele dieser kompetenzen heute nahezu verschwunden. Die digitalisierung und veränderte lebensgewohnheiten haben dazu geführt, dass praktische fertigkeiten, die früher zum standardrepertoire gehörten, kaum noch vermittelt werden. Ein blick zurück zeigt, welche bemerkenswerten fähigkeiten damals zur normalität gehörten.

Jeux de plein air intemporels

Straßenspiele ohne digitale ablenkung

Kinder der 1970er und 1980er jahre beherrschten eine vielzahl von straßenspielen, die heute kaum noch bekannt sind. Sie wussten genau, wie man verstecken, fangen oder gummitwist organisiert, ohne dass erwachsene eingreifen mussten. Die regeln wurden mündlich weitergegeben und bei bedarf spontan angepasst.

Diese spiele erforderten koordination, soziale kompetenz und kreativität. Kinder lernten, konflikte selbst zu lösen, teams zu bilden und sich an wechselnde spielsituationen anzupassen. Die straße war ihr spielplatz, und sie kannten jeden winkel ihrer nachbarschaft.

Orientierung im freien

Die fähigkeit, sich ohne navigationshilfe zurechtzufinden, war selbstverständlich. Zehnjährige kannten:

  • die wichtigsten wege in ihrer umgebung
  • markante orientierungspunkte wie bäume, gebäude oder geschäfte
  • alternative routen zu freunden oder zur schule
  • die ungefähre himmelsrichtung anhand des sonnenstands

Diese räumliche kompetenz entwickelte sich durch tägliches erkunden und die notwendigkeit, eigenständig von einem ort zum anderen zu gelangen. Heute übernehmen GPS-geräte und smartphone-apps diese aufgabe, wodurch die natürliche orientierungsfähigkeit kaum noch trainiert wird.

Neben den spielen im freien entwickelten kinder damals auch praktische fertigkeiten, die ihnen halfen, ihre eigene umgebung aktiv zu gestalten.

Construction de cabanes et bricolage

Handwerkliche grundkenntnisse im kindesalter

Der bau von baumhäusern und verstecken gehörte zu den beliebtesten beschäftigungen. Kinder lernten dabei den umgang mit werkzeugen wie hammer, säge und nägeln. Sie verstanden, wie man stabile konstruktionen plant und umsetzt, ohne professionelle anleitung zu benötigen.

WerkzeugVerwendungErlernte Fähigkeit
HammerNägel einschlagenHand-Augen-Koordination
SägeHolz zuschneidenKraftdosierung
ZangeDraht biegenFeinmotorik
SchraubendreherBefestigungenPräzision

Reparieren statt wegwerfen

Die kultur der reparatur war fest im alltag verankert. Zehnjährige wussten, wie man ein fahrrad flickt, einen platten reifen repariert oder spielzeug wieder funktionsfähig macht. Diese fähigkeiten wurden oft von eltern oder älteren geschwistern vermittelt und durch praktisches ausprobieren verfeinert.

Das verständnis für mechanische zusammenhänge entwickelte sich durch das auseinandernehmen und zusammensetzen von gegenständen. Kinder lernten, probleme eigenständig zu analysieren und lösungen zu finden, statt defekte dinge sofort zu ersetzen.

Während handwerkliche tätigkeiten draußen stattfanden, spielten sich andere wichtige lernprozesse in der küche ab.

Initiation à la cuisine familiale

Grundlegende kochfähigkeiten

In den 1970er und 1980er jahren halfen kinder regelmäßig bei der zubereitung von mahlzeiten. Sie konnten einfache gerichte selbstständig kochen und kannten die grundlagen der lebensmittelverarbeitung. Das kochen war keine ausnahme, sondern teil der täglichen routine.

Typische fähigkeiten umfassten:

  • gemüse schälen und schneiden
  • eier in verschiedenen varianten zubereiten
  • nudeln oder reis kochen
  • einfache soßen anrühren
  • den herd und backofen bedienen

Verständnis für lebensmittel

Kinder wussten, woher lebensmittel stammen und wie sie verarbeitet werden. Viele hatten erfahrungen mit dem anbau von gemüse im garten oder auf dem balkon. Sie verstanden saisonale zusammenhänge und kannten die unterschiede zwischen frischen und verarbeiteten produkten.

Die planung von mahlzeiten gehörte ebenfalls zum erlernten wissen. Zehnjährige konnten einschätzen, welche zutaten für ein gericht benötigt werden und wie man reste sinnvoll verwertet. Diese kompetenz förderte nicht nur die selbstständigkeit, sondern auch ein bewusstsein für ressourcen.

Ähnlich wie beim kochen spielten auch andere manuelle tätigkeiten eine zentrale rolle in der freizeitgestaltung.

Le charme des loisirs manuels

Kreative handarbeiten

Stricken, häkeln und nähen waren verbreitete freizeitbeschäftigungen. Viele kinder konnten einfache kleidungsstücke reparieren oder kleine projekte wie schals oder puppenkleider selbst herstellen. Diese tätigkeiten förderten geduld, konzentration und feinmotorik.

Die weitergabe dieser traditionellen fertigkeiten erfolgte meist innerhalb der familie. Großeltern und eltern nahmen sich zeit, um techniken zu erklären und fehler geduldig zu korrigieren. Das gemeinsame arbeiten an handwerksprojekten stärkte soziale bindungen.

Bastelarbeiten und modellbau

Der bau von modellen aus holz, pappe oder kunststoff erforderte präzision und durchhaltevermögen. Kinder lernten:

  • anleitungen zu lesen und zu interpretieren
  • werkzeuge sachgerecht zu verwenden
  • kleber und farben gezielt einzusetzen
  • geduld bei mehrstufigen projekten zu bewahren

Diese aktivitäten schulten das räumliche vorstellungsvermögen und die fähigkeit, komplexe aufgaben in einzelne schritte zu unterteilen. Anders als bei digitalen spielen entstanden dabei greifbare ergebnisse, die stolz präsentiert werden konnten.

Neben handwerklichen tätigkeiten pflegten kinder damals auch eine form der kommunikation, die heute nahezu ausgestorben ist.

Correspondance et rédaction manuelle

Die kunst des briefeschreibens

Zehnjährige in den 1970er und 1980er jahren beherrschten das verfassen von briefen. Sie kannten die formalen anforderungen, wussten, wie man einen umschlag richtig adressiert und eine briefmarke aufklebt. Brieffreundschaften waren weit verbreitet und förderten schreibfertigkeiten sowie geografisches wissen.

Das schreiben von hand erforderte sorgfalt und überlegung. Fehler konnten nicht einfach gelöscht werden, was zu einem bewussteren umgang mit sprache führte. Kinder lernten, ihre gedanken zu strukturieren, bevor sie diese zu papier brachten.

Handschrift und kalligrafie

Eine lesbare, gepflegte handschrift galt als selbstverständlich. In der schule wurde großer wert auf schönschrift gelegt, und kinder übten regelmäßig verschiedene schreibstile. Die motorischen fähigkeiten, die dabei entwickelt wurden, hatten positive auswirkungen auf andere bereiche.

AspektDamalsHeute
BrieffreundschaftenSehr verbreitetSelten
Handgeschriebene NotizenStandardDigital ersetzt
Schönschrift-ÜbungenRegelmäßigMinimal
Postkarten im UrlaubÜblichDurch Fotos ersetzt

Diese form der kommunikation erforderte nicht nur sprachliche kompetenz, sondern auch ein verständnis für soziale konventionen und höflichkeitsformen. Der austausch über weite distanzen war langsamer, aber oft persönlicher und durchdachter.

Die neugier der kinder beschränkte sich jedoch nicht nur auf soziale und kreative bereiche, sondern erstreckte sich auch auf naturwissenschaftliche phänomene.

Expériences et découvertes scientifiques

Experimentierfreude im alltag

Kinder der 1970er und 1980er jahre führten regelmäßig einfache experimente durch. Sie bauten batterien aus zitronen, züchteten kristalle oder beobachteten insekten in selbstgebauten terrarien. Diese aktivitäten weckten das interesse an naturwissenschaften und förderten analytisches denken.

Die verfügbarkeit von experimentierkästen war begrenzt, was die kreativität anregte. Kinder improvisierten mit haushaltsmaterialien und entwickelten eigene versuchsanordnungen. Das scheitern wurde als teil des lernprozesses akzeptiert.

Beobachtung der natur

Das sammeln und bestimmen von pflanzen, insekten oder steinen war eine beliebte beschäftigung. Kinder verfügten über grundkenntnisse in:

  • einheimischen tier- und pflanzenarten
  • wetterphänomenen und deren vorhersage
  • jahreszeiten und ihren auswirkungen auf die natur
  • einfachen ökologischen zusammenhängen

Diese direkte auseinandersetzung mit der umwelt schärfte die wahrnehmung und förderte respekt vor der natur. Kinder verbrachten stunden damit, phänomene zu beobachten und zu dokumentieren, oft in selbst angelegten notizbüchern.

Die fähigkeiten, die zehnjährige in den 1970er und 1980er jahren besaßen, spiegeln eine kindheit wider, die von praktischem lernen, eigenständigkeit und direkter interaktion mit der umwelt geprägt war. Viele dieser kompetenzen sind heute durch technologische entwicklungen ersetzt worden, was sowohl vorteile als auch nachteile mit sich bringt. Die erinnerung an diese fertigkeiten zeigt, welchen wert praktisches wissen und manuelle geschicklichkeit für die persönliche entwicklung haben können.